Alles über Darmbakterien im Menschen

Gesund, schlank, fit und glücklich mit den richtigen Bakterien im Darm

Autor:Jan Wellermann Jan Wellermann (Medizinjournalist)
Zuletzt aktualisiert:13.08.2021

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesem Artikel erfahren Sie alles über eines der spannendsten und zugleich wichtigsten Themen der heutigen Zeit: Darmbakterien.

Sie haben eine überragende Bedeutung für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Sie beeinflussen u.a.:

– das Körpergewicht
– das Energieniveau
– den Gemütszustand
– die Intelligenz
– die psychische Gesundheit
– die Funktion des Immunsystems
– die Darmgesundheit und
– die Gesamtgesundheit

Sie erfahren in diesem Artikel:
Was Darmbakterien sind und welche Aufgabe sie haben
✅ Wie sie unsere Gesundheit und sogar unser Verhalten beeinflussen
Wasgesunden Darmbakterien“ überhaupt sind und wie wir sie zuführen und fördern können
✅ Welche Bakterien uns krank machen und was wir tun müssen, um sie einzudämmen
✅ Welche Nahrungsmittel und Rezepte dabei helfen ein gesundes Mikrobiom zu entwickeln
✅ Wie Sie mit der Hilfe von Darmbakterien ganz einfach und schnell abnehmen können
Darmsanierung: Wie man eine gesunde Darmflora mit den richtigen Darmbakterien aufbaut

 

 

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Es geht sofort los

 

1 Nehmen Sie regelmäßig Schmerzmittel ein?

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Ja
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nein

2 Haben Sie in den letzten fünf Jahren die Antibabypille eingenommen?

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Ja
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nein

3 Hatte schon einmal eine Pilzinfektion oder eine Candiose?

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Ja
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4 Mussten Sie bereits mehrfach in Ihrem Leben Antibiotika einnehmen?

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Ja
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nein

5 Verzehren Sie vermehrt zucker- und stärkehaltige Lebensmittel?

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Ja
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nein

6 Ist es Ihnen wichtig, dass Ihr Essen fettreich ist?

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Ja
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nein

7 Leiden Sie an einer Hauterkrankungen, wie Akne vulgaris?

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Ja
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nein

8 Haben Sie Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten?

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Ja
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nein

9 Leiden Sie an Mundgeruch?

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Ja
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nein

10 Haben Sie Zahnfleischentzündung oder eine Erkrankung des Zahnfleischs?

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Ja
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nein

11 Haben Sie nach dem Essen ein Völlegefühl?

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Ja
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nein

12 Leiden Sie an einem Blähbauch?

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Ja
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nein

13 Fühlen Sie sich müde, auch wenn Sie genügend geschlafen haben?

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Ja
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nein

14 Haben Sie morgens einen Belag auf der Zunge?

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Ja
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15 Befinden sich weißliche Erhebungen auf Ihrer Zunge?

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Ja
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nein

16 Haben Sie einen „Riss“ in Ihrer Zunge?

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Ja
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nein

17 Haben Sie häufig Kopfschmerzen?

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Ja
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nein

18 Essen Sie mehrmals in der Woche Fertiggerichte?

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19 Verzichten Sie auf frische Nahrungsmittel?

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20 Haben Sie Übergewicht oder Probleme damit Gewicht zu verlieren?

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21 Haben Sie depressive Verstimmungen oder Depressionen?

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nein

22 Haben Sie Schleim im Stuhl?

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Ja
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nein

23 Leiden Sie an Durchfall und/oder Verstopfung?

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Ja
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nein

24 Rauchen Sie?

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nein

25 Trinken Sie Alkohol?

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Ja
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nein

26 Haben Sie häufig Erkältungen?

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27 Leiden Sie unter Blähungen?

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28 Haben Sie Heißhungerattacken?

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Was sind Darmbakterien?

Dabei handelt es sich um unzählige Bakterienkolonien, die den Magen-Darm-Trakt besiedeln.

Grob kann man sie in zwei Kategorien einordnen:

 

Hilfreiche „gute“ Darmbakterien

– helfen beim Verwerten unserer Nahrung
verhindern, dass sich Krankheitserreger im Darm ausbreiten (probiotische Wirkung)
– und sind enorm wichtig für die Funktion unseres Immunsystems. (Im Darm laufen 80% aller Abwehrreaktionen ab) [1]

 

Krank machende „schlechte“ Darmbakterien

fressen unsere nützlichen Bakterien
fördern pathogene Erreger wie Pilze, Viren und Parasiten
– können Entzündungen auslösen
– Geben giftige Stoffwechselprodukte ab
[2]

 

7 faszinierende Fakten über Darmbakterien

1. Im menschlichen Darm befinden sich etwa 4 x 1013 Bakterien. Das ist das 1,5-fache, was wir an Körperzellen besitzen. [3]

2. Der humanoide Körper besteht aus ca. 10 Billionen menschlichen Zellen. Dagegen befinden sich 100 Billionen mikrobielle Zellen in und auf uns. Jeder Mensch besitzt also etwa 20.000 menschliche Gene und trägt bis zu 20 Millionen mikrobielle Gene in sich. Das bedeutet, dass wir genetisch betrachten zu mindestens 99% aus Keimen bestehen. [4]

Weitere Informationen
Die Anzahl der Bakterien im Verdauungstrakt nimmt von oben nach unten zu. Im Magen und Dünndarm befinden sich viel weniger als im Dickdarm. Einige Bakterienstämme siedeln sich in der Darmschleimhaut an, andere passieren den Darm und werden dann mit dem Stuhl ausgeschieden. [5]

3. Es existieren rund 1.000 verschiedene Bakterien, die im menschlichen Darm vorkommen können. Im Verdauungskanal eines einzelnen Menschen findet man mindestens 160 unterschiedliche Arten. [6]

4. Jeder Mensch trägt andere Darmbakterien in sich und diese haben eine gänzlich andere Zusammensetzung. Diese Gesamtheit nennt man Mikrobiota. [7]

Exkurs
Die Mikrobiota ist die Gesamtheit aller Kleinstlebewesen in und auf unserem Körper.

Das Mikrobiom bezeichnet die Gene aller Mikroben die uns besiedeln. Dazu zählen Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten. [8]

5. Viele Nährstoffe können aus der Nahrung nur durch Bakterien gewonnen werden, weil unserem Körper die dafür nötigen Enzyme fehlen. Dazu gehören u.a. die Vitamine und Mineralien aus Getreideprodukten und ballaststoffreichem Gemüse. [9]

6. Darmbakterien wie Escheria coli oder Lactobacillus sind dazu in der Lage Nährstoffe wie Vitamin K2 oder Folat zu bilden. Bakterien der Art Firmicutes verbrauchen im Darm dagegen Vitamine. Beispielsweise Vitamin C oder Vitamin B12. [10]

7. Die meisten Darmbakterien sind anaerob. Das heißt sie benötigen keinen (wissenschaftlich korrekt: nur ganz wenig) Sauerstoff zum Leben. Zu ihnen zählen z.B.:

– Bifidobacterium
– Bacteroides
– Clostridien
[11]

Zu den aeroben Bakterienstämmen gehören:

– Escherichia coli
– Enterokokken
– Laktobakterien

Diese Aerobier stellen nur 1 % der im Dickdarm vorkommenden Bakterienarten dar. [12]

 

 

Im Darm vorherrschende Bakterien

Die menschliche Darmflora besteht überwiegend aus Bakterien der Gattungen:

Firmicutes

– Durchschnittlich mit 64% häufigster Vertreter [13]
– Es handelt sich tendenziell eher um „schlechte Darmbakterien
Maßgeblich an Fettleibigkeit beteiligt:
* Bis zu 12% mehr Kalorienaufnahme durch Aufspaltung von Ballaststoffen in Zucker
* Schaltet Körper bei Diät in Sparbetrieb (verantwortlich für Jo-Jo-Effekt)
Häufige Vertreter: [14]
* Bacilli
* Clostridia (u.a. Eubacterium)
* Lactobacillus (gehören zu Bacilli, spalten Ballaststoffe in Milchsäure, u.a auch Enterococcus)
* Streptococcus
* Lactococcus

Bacteroides

– Mit durchschnittlich 23% zweithäufigster Vertreter [15]
– Einige Stämme wirken leicht pathogen
– Zusammensetzung beeinflusst den Intelligenzquotienten [16]
– Sind eher ein „Schlankmacher[17]
* Es werden weniger Fette aus der Nahrung in den Blutkreislauf aufgenommen
Häufige Vertreter: [18]
* Bacteroides fragilis (bildet Kolonisationsresistenz: Schlechte Bakterien können sich weniger gut ansiedeln)
* Bacteroides thetaiotaomicron

Proteobacteria

Relevantester Vertreter:
* Escherichia coli (produziert Vitamin K, die meisten Spezies sind nicht pathogen)

Actinobacteria

Relevantester Vertreter:
* Bifidobacterium (reduziert Stress, wirkt probiotisch)

Hinweis
Ob ein Bakterium nützliche oder pathogene Eigenschaften im menschlichen Darm hat, ist nicht immer strikt zu unterscheiden. Jedoch sind z.B. von Bakterienarten wie Lactobacillus und Bifidobacterium ausschließlich gesundheitsförderliche Eigenschaften bekannt. [19]

 

 

Wie uns Darmbakterien beeinflussen

Über 500 Studien beweisen: Darmbakterien haben Einfluss auf unser Denken und Handeln. Sie steuern unter anderem:

– Hunger
– Appetit
– Ängste
– Stressempfinden
– Laune
– Gefühle und
– Emotionen

Was können wir tun um unsere Darmbakterien zu optimieren?

Ein Beispiel: Forschungen ergaben, dass weniger ängstliche Mäuse, die Keime von ängstlichen Tieren erhalten, selbst ängstlicher werden. Und entsprechend können die Keime von mutigen Mäusen die Furchtsamen beruhigen. [20] Das Probiotikum Lactobacillus helveticus ist beispielsweise in der Lage Angst bei Mäusen zu reduzieren. [21]

Lässt sich das auch auf den Menschen übertragen? Nicht direkt, denn:

Die Substitution von Probiotika ist in den allermeisten Fällen vollkommen sinnbefreit. Denn solange sich pathogene Pilze und Parasiten im Darm befinden, werden die probiotischen Kulturen sofort gefressen oder zerstört.

Der Hefepilz Candida albicans setzt beispielsweise Pilzgifte ein um gesundheitsfördernde Darmbakterien, die er als Fressfeinde sieht, zu verdrängen. [22]

Der erste Schritt in Richtung eines gesunden Mikrobioms

Deswegen ist es wichtig, dass Sie zuerst einmal ermitteln, ob sich parasitäre Lebewesen in Ihrem Darm befinden.

Um herauszufinden, ob Sie (unbemerkt) an einer Candida-Infektion leiden, welche eine Darmsanierung unmöglich machen würde, klicken Sie jetzt auf diesen Button:

 

Außerdem sollten Sie ermitteln, ob sich Würmer und/oder andere Parasiten in Ihrem Darm befinden. Machen Sie dazu jetzt diesen Online-Test:

 

Wichtig!
Wenn Sie mit Parasiten und/oder Candida albicans infiziert sind, sollten Sie eine Parasitenkur durchführen, um Ihre positiven Darmbakterien zu fördern und die negativen einzudämmen.

Parasiten fressen positive Darmbakterien. Es fehlt damit an Regulation für die krankheitserzeugenden Bakterien. Ergo: Wuchern diese, was zu physischen und psychischen Beschwerden führen kann.

Viele Menschen leiden an Parasiten im Darm – ohne es zu wissen. Wenn Sie mehr über dieses wichtige Thema wissen möchten, besuchen Sie unsere große Informationsplattform „Volkskrankheit Parasiten“:

 

 

Gesund mit guten Darmbakterien

Die lebensnotwendigen guten Bakterien erfüllen viele wichtige Aufgaben:

o       Abwehr von Krankheitserregern (pathogene Bakterien, Viren, etc.)
o       Aufrechterhaltung des pH- Werts
o       Erhaltung der gesunden Darmschleimhaut
o       Neutralisierung von krebserregenden Bestandteilen
o       Produktion von Verdauungsenzymen
o       Synthetisieren bestimmter Vitamine (u.a. Vitamin K und K2, Thiamin, Folsäure und      Pyridoxin)
o       Synthetisieren von Enzymen und Hormonen
o       Training und Förderung des Immunsystems
o       Umwandlung von Zucker in kurzkettige Fettsäure zur Energiegewinnung
o       Unterstützung bei der Resorption von Nährstoffen wie Kalzium und Eisen
o       Hilft dem Darm bei der Verdauung

 

Was den „guten Darmbakterien“ schadet

– Einnahme von Antibiotika
Umweltgifte (z.B. toxische Schwer- und Leichtmetalle)
Stress
Magen-Darm-Infektionen
Fehlernährung (vor allem sehr fett- und zuckerreiche sowie ballaststoffarme Ernährung)
Pestizide in der Nahrung
Candidabefall
Parasitenbefall

Der daraus resultierende Rückgang der mikrobiellen Fülle kann zu einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten führen und Parasiten können sich vermehrt im Darm ausbreiten. Eine negative Kettenreaktion, da diese wiederum mehr gute Bakterien vernichten.

 

Wie kann man „positive Darmbakterien“ fördern?

Exkurs: Probiotika
Viele Stämme des menschlichen Mikrobioms wurden noch gar nicht entdeckt und die, die bekannt sind, wie Bacteroidetes können meist nicht erfolgreich außerhalb des Körpers gezüchtet werden. Der Einsatz in Probiotika ist also nicht möglich. Die Bakterien, die gezüchtet werden könnten, können in Pulver meist nicht lange überleben. So enthalten Probiotika oft nur Lactobazillen und Bifidobakterien. [23]

Positive Darmbakterien lassen sich durch fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi, Kefir, Kombucha oder sauer vergorenes Gemüse fördern. Jede fermentierte Lebensmittelkombination verfügt darüber hinaus über andere Bakterien. Deswegen sollte auf größtmögliche Diversität geachtet werden. [24]

Darüber hinaus gibt es einige weitere Nahrungsmittel, die präbiotisch und probiotisch wirken, bzw. nützliche Darmbakterien fördern. [25]

Eine Liste mit diesen Lebensmitteln sowie entsprechende Rezepte finden Sie in unserem kostenfreien eBook „Darmfreundliche Rezepte“. Lade das Buch hier herunter:

 

Exkurs: Unterschied von Prä-, Sym- und Probiotika
Ein Probiotikum ist eine Zubereitung aus lebenden Bakterien, welche sich förderlich auf den Körper auswirken sollen: Eine Verbesserung der Verdauung, Reduktion von pathogenen Erregern und eine Steigerung des Immunsystems. Diese Wirkung ist jedoch klinisch nie erwiesen worden. Bei Präbiotika handelt es sich um Ballaststoffe, welche Wachstum und Aktivität der „guten Darmbakterien“ fördert. Dazu gehören u.a. Inulin und Oligofruktose. Ein Symbiotikum ist eine Kombination aus beidem. [26]

Achtung!
Wichtiger Hinweis: Solange sich noch Parasiten und Pilze im Darm befinden, sollten keine fermentierten Nahrungsmittel konsumiert oder Probiotika eingenommen werden. Die Bakterien werden von den Erregern sofort gefressen.

Führen Sie für den nachhaltigen Aufbau einer gesunden und widerstandsfähigen Darmflora zunächst eine ganzheitliche Parasitenkur durch. Einen Leitfaden dazu finden Sie hier:

 

 

Die wichtigsten, konservierbaren probiotischen Bakterienstämme

o    Lactobacillus acidophilus

→ Fermentiert Zucker zu Milchsäure und produziert Amylase für die Verdauung von Kohlenhydraten. Er ist außerdem Hilfreich bei der Wiederherstellung der natürlichen Flora nach einer ausgeheilten Pilz- und Parasiteninfektion.

o     Lactobacillus casei

→ kommt in Mund, Darm aber auch fermentiertem Gemüse vor. Scheint das Wachstum von Helicobacter pylori zu hemmen und ist damit in der Lage dazu Magen-Darm-Erkrankungen zu verhindern, bzw. zu lindern.

o    Lactobacillus rhamnosus

→ Tritt in Mund und Verdauungstrakt und bei Frauen auch in Vagina und Harnwegen auf.

Wurde erfolgreich bei Rotavirus-Infektionen eingesetzt.

o    Lactobacillus salivarius

→ Kann pathogene Bakterien supprimieren.

o    Streptococcus thermophilus

→ Kommt in fermentierten Milchprodukten vor
→ Kann Verdauung von Laktose unterstützen

o    Bifidobacterium bifidum

→ Bewohner des Dickdarms
→ Unterstützt Behandlung von Candida
→ Stärkt Immunfunktion

o    Bifidobacterium longum

→ Einer der ersten Spezies bei Kleinkindern
→ Trägt zur Hemmung von Krankheitserregern im Darm bei

o    Bifidobacterium lactis
→ Auch bekannt als B. animalis
→ Hilfreich bei Verstopfung und Reizdarmsyndrom

[27]

 

Wie uns „schlechte“ Darmbakterien krank machen

Wenn die pathogenen Darmbakterien die Oberhand gewinnen (häufig ausgelöst durch einen Darmparasitenbefall und/oder Fehlernährung) führt das zu einer gestörten Darmflora. Dies kann zu folgenden Beschwerden führen:

 

Die Symptome einer Darmfehlbesiedlung

–          Auslöser und Förderung von Allergien
–          Auslöser von Autismus
–          Blähungen und Blähbauch (übermäßige Gasbildung)
–          Blasenentzündungen (auch chronisch)
–          Depression und andere psychische Erkrankungen
–          Durchfall und/oder Verstopfung, Völlegefühl
–          Hautausschläge und Hauterkrankungen
–          Heißhungerattacken, Sucht nach fett- oder zuckerhaltiger Nahrung
–          Kopfschmerzen
–          Müdigkeit, Abgeschlagenheit, niedriges Energieniveau, Gefühl der körperlichen Schwäche
–          Stoffwechselstörungen, Übergewicht, Adipositas
–          Nährstoffmangel, Mangelerscheinungen
–          Immunschwäche, Anfälligkeit für Erkrankungen, wiederkehrende Magen-Darm-Infekte
–          Unterleibsbeschwerden
–          Darmentzündungen, Auslöser für entzündliche Darmerkrankungen
–          Schwere Krankheiten wie Darmkrebs oder Multiple Sklerose

[28]

Für eine Auswertung Ihres Darmgesundheitsstatusses können Sie unseren kostenfreien Darmbakterien-Online-Test durchführen. Klicken Sie dazu hier:

 

Was fördert die negativen Darmbakterien?

Hauptförderer für pathogene Erreger im Darm sind Darmparasiten und die Hefe Candida albicans.

Wie Parasiten gesundheitsschädliche Darmbakterien fördern:

1. Die parasitären Würmer, Egel und Protozoen fressen und töten gesundheitsförderliche Darmbakterien. Dadurch können sich die pathogenen Bakterien vermehrt ausbreiten. [29]

2. Parasiten bilden mit den negativen Bakterien gemeinsam einen Biofilm im Darm. Dies fördert „schlechte“ Darmbakterien. Warum das so ist und alle weiteren relevanten Informationen zum Biofilm finden Sie hier: [30]

3. Parasiten reduzieren die Leistung der Körperabwehr. Vor allem von so genannten dendritischen Zellen. [31] Gerade diese haben die Aufgabe den Darm von pathogenen Bakterien und anderen Erregern zu reinigen.

4. Pathogene Erreger (Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten) arbeiten zusammen. Beispielsweise können sich schlechte Darmbakterien in Parasiten vor antibiotischen Arzneimitteln und Immunzellen schützen. Sie können sich in den Würmern vermehren und sich anschließend ausbreiten. [32]

Exkurs: Wie Parasiten anderen Erregern helfen und damit chronische Erkrankungen erzeugen
Die Forschung ist in der Lage zu beweisen, dass die immer wieder kehrenden Symptome chronischer Infektionserkrankungen darauf zurückzuführen sind, dass Virostatika und Antibiotika nicht in der Lage sein können, den Erreger vollständig auszumerzen.
Die Viren, Bakterien, Hefen und Pilze leben geschützt in Parasiten. Sobald die „Luft rein ist“, kommen sie heraus und infizieren den Wirt erneut. Dies kann Wochen oder auch Jahre dauern. Alle Informationen dazu wie die pathogenen Erreger im Körper zusammen arbeiten finden Sie in unserer Abhandlung zu diesem Thema:

5. Parasiten vergiften den Darm mit toxischen Gasen und Umweltgiften. [33] Damit lösen sie unter anderem das Leaky-Gut-Syndrom aus. Außerdem werden dadurch gute Darmbakterien in großer Anzahl abgetötet.

 

Wenn Sie also die Last an negativen Bakterien im Darm reduzieren möchten, beginnen Sie damit herauszufinden, ob Sie Parasiten im Darm beherbergen.

Wir empfehlen, dass Sie dazu unseren kostenfreien Online-Parasitentest nutzen. Klarheit in nur wenigen Minuten:

 

In wie fern sich die Ernährung auf „schlechte“ Darmbakterien auswirkt

Zuckerreiche Ernährung: Im Rahmen von Versuchen wurde nachgewiesen, dass eine Ernährung reich an Industriezucker zu einer Überbesiedlung von Hefepilzen, Parasiten und anderen pathogenen Bakterien führen kann. Zucker wirkt suchterzeugend, weil er die Menge der Bakterienstämme und pathogener Bakterien erhöht, die sich von ihm ernähren und so noch mehr Heißhunger auf Süßes entsteht. [34]

Tipp
Statt Zucker zu verwenden, kann auf Xylit, Erythrit oder Stevia ausgewichen werden.

Exkurs: Bakterien entscheiden, was wir essen

Schädliche Darmbakterien sind dazu in der Lage unsere Nahrungsmittelauswahl zu beeinflussen, indem sie Moleküle freisetzen, welche sich auf unser Gehirn auswirken. Einschließlich Hormonen wie Serotonin, die unsere Stimmung beeinflussen und uns dazu bringen, uns gut zu fühlen, wenn wir bestimmte Nahrungsmittel verzehren. Meist zucker- und/oder fettreiche Nahrungsmittel. [35]

Die Darmbakterien können sogar unsere Geschmacksrezeptoren in einer Weise verändern, dass uns Geschmäcker und Aromen ungesunder Nahrung vermehrt zusagen. Eine zuckerhaltige, stärke- und fettreiche Ernährung kann bei den schlechten Bakterien einen „Fressrausch“ verursachen und deren Wachstum fördern. [36]

Fettreiche Ernährung: Wissenschaftler fanden unlängst heraus, dass eine Ernährung reich an dem Makronährstoff Fett jene Bakterien fördert, die tendenziell schlecht für unsere Gesundheit sind. [37] Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um gesättigte oder ungesättigte Fette handelt. [38]

Pestizide: Chemie in der Nahrung, insbesondere so genannte Pflanzenschutzmittel, töten positive Darmbakterien ab. [38B]

Zu wenig Wasserkonsum: Um schlechte Darmbakterien zu inhibieren, sollten täglich mindestens zwei Liter reines Wasser getrunken werden. [39]

Tipp: Trinkwasserqualität
Bei Wasser sollten Sie zwingend darauf achten, dass dieses keine schädlichen Mikroorganismen wie Parasiteneier oder pathogene Bakterien enthält. Bitte informieren Sie sich dazu hier:

 

Mangel an Ballaststoffen: Wenn sich zu wenige Ballaststoffe in der Nahrung befinden, kann das für das Mikrobiom schwerwiegendere Folgen haben als eine zu große Menge an Zucker, Stärke und Fett. Nahrungsmittel wie:
– Hülsenfrüchte
– Bohnen
– Haferflocken
– Äpfel
– Nüsse und
– Samen
erhöhen nachweislich den Bestand hilfreicher Bakterien im Darm. Und damit werden negative Bakterien automatisch reduziert. [40]

 

Sie wissen nicht genau, was Sie essen sollten, um negative Darmbakterien nicht weiter zu fördern? Dann laden Sie sich das kostenfreie eBook „Darmfreundliche Rezepte“ hier kostenfrei herunter:

Stress: Eine Studie der Ohio State University zeigte, dass sich Stress auf die Menge der Schleimproduktion im Magen auswirkt, wodurch sich die Zusammensetzung, die Vielfalt und die Menge der Darmbakterien wandeln. Die Zahl der schädlichen Bakterien steigt. [41]

Sauerstoffmangel: Die meisten Menschen atmen nachts durch die Nase und haben den Mund geschlossen. Durch den geringen Sauerstoff im Rachenraum kommt es zu einem Anstieg der anaeroben Bakterien und deren Abfallprodukte sorgen für einen unangenehmen Geruch des Atems. Genau das gleiche passiert auch im Darm. Hat der Körper zu wenig Sauerstoff (z.B. durch „falsches Atmen“ oder Stress) dominieren dort die Fäulnisprozesse. [42]

Hinweis:
Auch Parasiten reduzieren den Sauerstoffgehalt des Körpers. Informieren Sie sich dazu hier.

Um zu prüfen, ob Sie Parasiten haben, verwenden Sie den kostenfreien Online-Parasitentest.

Exkurs:
Bei Menschen mit einer Verschiebung des Darmmilieus kann es zu dauerhaftem Mundgeruch kommen.

 

 

Abnehmen mit Darmbakterien

Vermutlich sind in erster Linie nicht unsere Gene, sondern unser Mikrobiom  für das Körpergewicht verantwortlich. Allein durch die Untersuchung der Darmbakterien kann Fettleibigkeit mit einer Genauigkeit von 90% vorhergesagt werden. Mütter übertragen ihr Mikrobiom auf die Kinder. Deswegen werden Kinder von übergewichtigen Müttern häufig auch fettleibig.

 

Studie: Darmbakterien lösen Fettleibigkeit bei Mäusen aus

Forscher der Washington University in St. Louis übertrugen die Darmbakterien eineiiger Zwillinge, von denen einer übergewichtig und der andere normalgewichtig war, auf 2 keimfreie Mäuse. Bereits nach wenigen Wochen hatte die Maus, auf die das Mikrobiom des übergewichtigen Zwillings übertragen wurde, auch Übergewicht. Während die andere Maus schlank blieb. [43]

Mehr Kalorien aus der gleichen Nahrung

In einem anderen Versuch wurden Mäuse mit den Bakterien fettleibiger Mäuse geimpft und nahmen allein dadurch an Gewicht zu. Die Forscher stellten fest, dass die übergewichtigen Mäuse mehr Kalorien aus exakt der gleichen Nahrung gewinnen konnten. [44]

Gilt das auch für den Menschen?

Das lässt sich auch auf den Menschen übertragen. Geraten die Darmbakterien aus dem Gleichgewicht, nimmt man zu, obwohl sich die Aufnahme der Kalorien nicht verändert hat. [45]

Hefepilze und Parasiten fördern Zunahme zusätzlich

Zum Abnehmen ist eine Überbesiedlung mit Hefepilzen und Parasiten äußerst ungünstig. Denn sie können zusätzlich zu schwer kontrollierbaren Heißhungerattacken führen. Der Wiederaufbau einer gesunden Darmflora kann entscheidet für das Wunschgewicht sein. [46]

Wie Parasiten Heißhungerattacken auslösen, erfahren Sie hier.

Wie Parasiten Übergewicht auslösen, erfahren Sie hier.

Bakterien haben direkten Einfluss auf das Gewicht

Studien ergaben, dass übergewichtige Kinder eine reduzierte Zahl nützlicher Bacteroides-Bakterien und eine erhöhte Menge an Staphylococcus aureus und Enterobacteriaceae beherbergen. Bacteroides können also beim Abnehmen helfen. [47]

Welche Darmbakterien machen dick?

Amerikanische Forscher entdeckten im Darm von Übergewichtigen, Bakterien der Gattung Firmicutes. Sie sind in der Lage dazu aus unverdaulicher Nahrung zusätzliche Kalorien aufzuschließen. Bei schlanken Menschen sind sie deutlich seltener zu finden. [48]

Und inzwischen ist noch ein zweiter Verursacher für Gewichtszunahme bekannt: Clostridium ramosum. Er stimuliert die Fettaufnahme im Dünndarm. [49]

Außerdem sind sich Wissenschaftler inzwischen sicher, dass übergewichtige Menschen eine artenärmere Darmflora besitzen. [50]

Welche Darmbakterien machen schlank?

Darmbakterien, die nachweislich schlank machen sind Bacteroidetes-Bakterien. [51]
Sie können außerhalb des Körpers nicht gezüchtet und dem Körper entsprechend nicht zugeführt werden. Es gibt jedoch Möglichkeiten, um diese Bakterien im Darm zu fördern.

Merke
Bisher ist es noch nicht gelungen, eine mikrobielle Besiedlung zu entwickeln, die Menschen tatsächlich abnehmen lässt.

Wie man Bakterien fördert, die schlank machen

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Parasiten schlankmachende Bacteroidetes -Bakterien reduzieren. [52] Dadurch können sie Übergewicht auslösen. Und nicht wie oft angenommen Untergewicht.

Exkurs: Parasiten machen dick!

Würmer, z.B. der Seilwurm fressen Mikronährstoffe im Darm. Dadurch hat der Mensch vermehrt Hunger und konsumiert entsprechend mehr Nahrung. Außerdem gibt er Giftstoffe ab, welche im Fettgewebe gespeichert werden. Deswegen können viele Menschen nicht abnehmen, da der Körper die Fettdepots benötigt.

Um zu prüfen, ob Sie Parasiten im Darm haben, machen Sie unseren kostenfreien Online-Parasitentest:

 

Um dauerhaft schlank zu werden, sollte bei Befall also zunächst eine ganzheitliche Parasitenkur durchgeführt werden.

Wie gut das funktioniert, hat uns Nicoletta in einem Video erzählt. Schauen Sie es sich an:

 

Darüber hinaus können schlankmachende Bakterien durch die richtige Ernährung gefördert werden.

Laden Sie sich dazu unser kostenfreies eBook „Darmfreundliche Rezepte“ herunter:

 

Gesunde Darmflora aufbauen

Schritt 1: Mikroben loswerden, die gute Darmbakterien inhibieren

Candida albicans und Parasiten sollten mit Hilfe einer Parasitenkur aus dem Darm entfernt werden. Wie eine solche Kur funktioniert, entnehmen Sie bitte unserem Leitfaden:

 

Schritt 2: Die Zuführung guter Bakterienstämme

Beachten
Einige Parasitenkuren, z.B. unser Testsieger ParasiteExperts, enthalten bereits eine Darmsanierung. Dies macht Schritt 2 überflüssig.

Wenn die Mikroben, welche die Bakterien sofort fressen würden entfernt wurden, ist es an der Zeit gesundheitsförderliche Bakterien zuzuführen.

Die besten Methoden sind folgende:

1. Fermentierte Nahrungsmittel

Es sollte darauf geachtet werden, dass möglichst viele verschiedene Fermente konsumiert werden. Also:

– Verschiedenes wild fermentiertes Gemüse
– Kombucha
– Joghurt
– Tempeh
– Sauerkraut
– Kefir
– Miso
– Kimchi

2. Effektive Mikroorganismen (EM-1)

Zusätzlich können die guten Darmbakterien mit EM-1 gefördert werden. Dabei handelt es sich um eine Gruppe natürlich vorkommender, gesundheitsförderlicher Mikroorganismen.

Achtung!
Es sollte nur die Urlösung EM-1 verwendet werden. Die aktivierte Form EMa ist nicht für eine Darmsanierung geeignet. Denn die Mikroorganismen haben sich bereits mit den Bakterien aus der Umgebung verbunden und lassen sich nicht mehr vermehren.

In Probiotika sind in der Regel nur Lacto- und möglicherweise noch Bifidobakterien enthalten. EM-1 enthalten dagegen ein breites Spektrum aus 80 verschiedenen Organismen.

Vorteile von EM’s:
– Sie verbinden sich mit den positiven Darmbakterien und fördern diese damit
– Sie schaffen ein günstiges Milieu für förderliche Bakterien
– Sie verdrängen pathogene Bakterien
– Sie produzieren Vitamine und Enzyme im Darm
– Sie reduzieren Fäulnis- und Gasbildung

Die Einnahme von EM-1

– Tägliche Einnahme über mindestens 6 Monate
– Zu einer Mahlzeit oder mit reinem Wasser anwenden
– Mit drei Mal täglich 3 Tropfen beginnen
– Ab Tag 4 die Menge langsam um täglich einen Tropfen steigern
– Erhöhung auf bis zu 1 EL pro Gabe
[53]

Achtung!
Bei einer Überdosierung kann es zu Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall kommen.

Tipp: Mikrobiomfreundliche Lebensweise
Während der Parasitenkur und Darmsanierung sollten Sie auf Nikotin und Alkohol verzichten. Vermeiden Sie darüber hinaus Stress, treiben Sie regelmäßig Sport und kauen Sie Ihre Nahrung gründlich. Achten Sie außerdem auf eine bakterienfreundliche Körperpflege (natürliche Bio-Produkte). Viel reines Wasser trinken. Achten Sie auf eine darmbakterienfreundliche Ernährung: frisch, biologisch, ballaststoffreich, zuckerarm und vollversorgt mit Mikronährstoffen.

Rezepte für eine darmfreundliche Ernährung finden Sie in unserem kostenfreien eBook:

 

FAQ: Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Darmbakterien“

  • Lactobacillus acidophilus
  • Lactobacillus casei
  • Lactobacillus rhamnosus
  • Lactobacillus salivarius
  • Streptococcus thermophilus
  • Bifidobacterium bifidum
  • Bifidobacterium longum
  • Bifidobacterium lactis

Die bedeutendsten bisher erforschten Bakterienstämme sind:

  • Bacteroides
  • Firmicutes
  • Proteobakterien
  • Actinobakterien

Studien belegen, dass ein alkoholisches Getränk am Tag eine Dysbiose und übermäßiges bakterielles Wachstum auslösen kann. Die Laktobazillen nehmen ab und die Anzahl potenzieller Krankheitserreger und Parasiten steigt. Dadurch komm es zu einer Zunahme von Toxinen und anderen chemischen Substanzen, welche Entzündungen verursachen, die Leber schädigen und die Durchlässigkeit des Darms erhöhen können. Leber und Darm stehen in engem Austausch miteinander. Das Risiko für eine Schädigung der Leber steigt, wenn die Darmbarriere geschädigt ist. (Leaky gut) [54]

Wenn ein Baby den Geburtskanal passiert, wird es mit Laktobazillen und anderen unverzichtbaren Mikroben besiedelt. Kaiserschnitt-Babys müssen auf diesen wichtigen Schritt verzichten und ihre Keime entsprechen denen die man auf der Haut von Erwachsenen findet. [55]

Häufig leiden diese Kinder an Koliken, Asthma, Allergien, Typ-1-Diabetes und anderen Autoimmunkrankheiten.

Die Mikrobiologin Dr. Maria Gloria Dominguez-Bello und auch andere entdeckten eine Möglichkeit um auch Babys die per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, mit den wichtigen Mikroben zu versorgen. Die Neugeborenen werden direkt nach der Geburt mit einem Gazetupfer eingerieben, der zuvor mit der Scheidenflüssigkeit der Mutter getränkt wurde. [56]

Bereits geringe Mengen Chlor sind sehr giftig für unverzichtbare Mikroben.

Mit Wasserfiltern für den Hausgebrauch können nicht nur Chlor, Antibiotika, Pestizide sondern auch Parasiten und andere Erreger aus dem Leitungswasser entfernt werden.

90% aller Pateinten mit Neurodermitis und Ekzemen beherbergen Bakterien der Spezies Staphylococcus aureus. Breiten sich diese Bakterien übermäßig aus kommt es zu Krankheitsschüben, denn die Mikrobenvielfalt des Hautmikrobioms sinkt.

Clostridium difficile ist besonders häufig in Krankenhäusern zu finden.
Bei einer Überbesiedlung des Darms kommt es häufig zu schweren Durchfällen bis hin zu massiven Entzündungen des Dams.

Staphylokokken lösen neben Hautirritationen häufig Lebensmittelvergiftungen mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfen oder Durchfall aus.

Vermehren sich Bacteroides in deinem Darm, nehmen Firmicutes und auch du ab.

Dominieren deine Bacteroidetes-Stämme ist die Wahrscheinlichkeit für Übergewicht geringer.

Das Mikrobiom von adipösen Menschen produziert deutlich mehr Enzyme, die unverdauliche Kohlenhydrate wie Zellulose spalten können. Dadurch kann viel mehr Energie aus der Nahrung gewonnen werden. [57]

Eine intakte Scheidenflora mit ausreichend Milchsäurebakterien kann übertragene Darmbakterien mühelos in Schach halten. Zur Behandlung empfiehlt sich ein Präparat mit Laktobazillen. Diese sorgen dafür, dass sich Darmbakterien nicht im Übermaß ausbreiten können.

E. coli-Bakterien und Enterokokken können Harnwegsinfektionen auslösen. Normalerweise leben diese Bakterien als nützliche Mitglieder in der Darmflora.
Wandern sie jedoch vom Darmausgang zur Harnröhre, können sich die Harnwege entzünden und sind im Urin nachweisbar.

Beim Leaky Gut-Syndrom ist die Barrierefunktion der Dünndarmwand gestört.
Dadurch gelangen Mikroorganismen und Toxine aus dem Darm in den Blutkreislauf. [58]
Das ist häufig der Auslöser für vielfältige Beschwerden und Krankheiten.

Dr. Peer Bork (Bioinformatiker am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie in Heidelberg) und sein Forscherteam, entdeckten 2011 die Existenz der verschiedenen Bakteriengemeinschaften im Menschlichen Körper.

Er nahm die Unterteilung der Enterotypen nach den dominierenden Bakterienstämmen vor.

  • Enterotyp 1: Häufig bei Menschen, die viel Fleisch und Wurst essen
    – Geringere Bakterienvielfalt liegt vor
    – Bacteroides Bakterien dominieren und können Zucker besser abbauen und dem Körper schneller zur Verfügung stellen.

 

  • Enterotyp 2: Häufiger bei Vegetariern oder kohlenhydratreicher Ernährung
    Prevotella Bakterien dominieren. Sie sind spezialisiert auf den Abbau von Zuckern und Proteinen

 

  • Enterotyp 3: Kommt häufig bei Mischkost vor (bei 70% der Menschen vorherrschend)

Ruminococcus dominiert. Beteiligt an Spaltung von Schleimstoffen und Zucker

Die Nahrungszusammensetzung steuert unsere Mikrobenzusammensetzung. Essen wir viele Kohlenhydrate, vermehren sich kohlenhydratverdauende Bakterien. Ernähren wie uns Eiweißreich überwiegen die eiweißspaltenden Bakterien. Chemie (z.B. Pestizide) im Essen tötet Bakterien ab.

Ziel ist die Wiederherstellung des Mikrobioms in Vielfalt, Fülle, Kommunikation und Aktivität. Wird die Darmflora geheilt, regeneriert der gesamte Körper.

1. G. Beckmann und A. Rüffer, Mikroökologie des Darmes, Schlütersche GmbH & Co. KG, Hannover, 2000
2. Krank machende Darmbakterien
3. Bundesministerium für Bildung und Forschung: Wir sind besiedelt: Darmbakterien beeinflussen unsere Gesundheit
4. (Rob Knight, Brenda Buhler, Wir sind viele, Fischer, 2016, S. 39)
5. U. M. Spornitz, Anatomie und Physiologie, Springer-Verlag, Berlin, 3. Auflage, 2002)
6. Bundesministerium für Bildung und Forschung: Wir sind besiedelt: Darmbakterien beeinflussen unsere Gesundheit
7. Bundesministerium für Bildung und Forschung: Wir sind besiedelt: Darmbakterien beeinflussen unsere Gesundheit
8. Mikrobiota
9. Bundesministerium für Bildung und Forschung: Wir sind besiedelt: Darmbakterien beeinflussen unsere Gesundheit
10. G. Thews und P. Vaupel, Vegetative Physiologie, Springer Medizin-Verlag, Heidelberg, 5. Auflage, 2005
11. R. Klinke und S. Silbernagl, Lehrbuch der Physiologie, Thieme-Verlag, Stuttgart, 3. Auflage, 2001
12. (H. Hof, Bakteriologie, in: Medizinische Mikrobiologie, (H. Hof und R. Dörris,Hrsg.), Gerog Thieme Verlag KG, Stuttgart, 5. Auflage, 2014)
13. Sylvia Hammer, Antibiotika und ihre Wirkung auf das intestinale Mikrobiom - Bedeutung von Probiotika, Diplomarbeit, 2016)
14. Wikipedia: Firmicutes
15. Sylvia Hammer, Antibiotika und ihre Wirkung auf das intestinale Mikrobiom - Bedeutung von Probiotika, Diplomarbeit, 2016)
16. Der Darm denkt mit: Intelligenter durch Bacteroides
17. Biomes world: Die Schlankmacher-Bakterien Bacteroidetes
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19. F. M. Unger und H. Viernstein, Darmgesundheit, Verlagshaus der Ärzte GmbH, Wien, 1. Auflage, 2013.
20. (Bercik et al. 2011)
21. (Ohland et al. 2013)
22. J Fungi (Basel),On Commensalism of Candida, 2020)
23. Dr. Anne Katharina Zschocke, natürlich Heilen mit Bakterien. Atverlag, 2016, S. 223)
24. Dr. Anne Katharina Zschocke, natürlich Heilen mit Bakterien. Atverlag, 2016
25. Dr. Anne Katharina Zschocke, natürlich Heilen mit Bakterien. Atverlag, 2016
26. NDR: Pro- und Präbiotika
27. Dr. Anne Katharina Zschocke, natürlich Heilen mit Bakterien. Atverlag, 2016
28. Dr. Anne Katharina Zschocke, natürlich Heilen mit Bakterien. Atverlag, 2016
29. Das Mikroben-Konglomerat: Wie Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten zusammen arbeiten
30. https://www.volkskrankheit-parasiten.org/parasiten/biofilm/
31. Parasiten manipulieren das menschliche Immunsystem
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33. Vergiftung durch Parasiten
34. Zucker und Darmbakterien
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36. (Dr. Robynne Chutkan, Das Mikrobiom, Unimedica, 2020, S.83)
37. Fette und Darmbakterien
38. Egal ob gesättigt oder ungesättigt 38B: Chemosphere, Gut microbiota: An underestimated and unintended recipient for pesticide-induced toxicity
39. Wasser und Salz, Dr. Barbara Hendl
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44. (Dr. Robynne Chutkan, Das Mikrobiom, S.120)
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48. International Journal of Endocrinology, The Gut Microbiome Profile in Obesity: A Systematic Review
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50. Spektrum, Superfood für Wissenshungrige, Übergewicht durch Darmflora
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56. (Maria Gloria Dominguez-Bello, Professor, Director, NJ Institute for Food, Nutrition and Health, Rutgers University)
57. (Theodor Dingermann, Dick durch falsche Darmflora, Pharmazeutische Zeitung, 2014)
58. (Dr. Eduard Müller „Grundriss der gesamten praktischen Medizin“, 2. Auflage, S. 640)

1 Kommentar

  1. Ruth Goetz

    01.11.2021 beim 9:45 am

    Ich finde keine Hinweise zu Helicobacter Piloris

    Antworten

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