Biofilm im Menschen

Biofilm im menschlichen Körper

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesem Fachartikel klärt der gemeinnützige Schweizer Verein Parasitenfrei über ein wichtiges Gesundheitsthema auf: den Biofilm im menschlichen Körper.

Definition
Der Biofilm ist eine Schleimschicht (Film), in der Mikroorganismen, wie Bakterien, Pilze, Protozoen und Würmer leben [1].

In diesem Artikel werden folgende Fragen wissenschaftlich fundiert beantwortet:
– Wie entsteht der Biofilm?
– Haben Menschen tatsächlich einen Biofilm im Darm?
– Stellen Biofilme eine Gesundheitsgefahr dar?
– Wie kann man den Biofilm entfernen?

Wie entsteht ein Biofilm im Körper?

Die Schleimschicht entsteht in wässrigen Systemen, wenn Mikroorganismen sich an Grenzflächen ansiedeln [2]. Im Körper sind diese Voraussetzungen im Atem- und Teilen des Verdauungstraktes erfüllt [3]. Deswegen kann sich u.a. in folgenden Organen des Menschen ein Biofilm bilden:
– Dünndarm
– Dickdarm
– Lunge
– Bronchien
– Nase / Nasennebenhöhlen / Stirnhöhle

Mehrere Meter des Films können sich im menschlichen Darm befinden

Der Schleim, aus dem der Film besteht, wird von den darin lebenden Mikroorganismen selbst gebildet [4]. Man kann den Biofilm so verstehen, dass die Mikroben sich ihr eigenes „Haus“ bauen, in welchem sie anschließend geschützt miteinander leben.

Exkurs
Biologische Filme existieren in der Natur bereits seit 3,2 Milliarden Jahren [5]. Der Fakt, dass es ihn auch heute noch gibt, impliziert, dass sie sich als Lebensform bewährt haben. Dafür spricht, dass die weitaus überwiegende Zahl an Mikroorganismen in der Natur in Form von Biofilmen leben [6].

Es ist ein Wunder der Natur:
Der Biofilm ist eine hochgradig organisierte Matrix, in welcher sich Millionen unterschiedlicher Mikroorganismen stetig aufeinander abstimmen [7].
1994 fanden drei US-Amerikanische Forscher heraus, wie Mikroben dies vermögen. Über das so genannte Quorum Sensing kommunizieren verschiedene Arten und Gattungen miteinander und organisieren sich damit selbst [8].

So funktioniert’s: Die Mikroorganismen messen permanent die Konzentration und Homöostase des Biofilms und regulieren ihn entsprechend über Signalmoleküle. So können die Mikroorganismen beispielsweise die Produktionsrate der Schleimschicht anpassen oder bestimmte Nährstoffe einlassen [9].

Dies geht soweit, dass der muköse Film ab einer bestimmten Population zu einer eigenen Entität mutiert, die autark operiert [10].

Schaubild: So wird der Biofilm zu einer eigenen Entität, die sich selbst verbreitet

Warnung
Mikrobielle Filme entstehen auch in Wasserzuleitungen [11].  Aus diesem Grund ist Leitungswasser massiv verkeimt [12]. Im Verein raten wir dringend von dem Konsum von Leitungswasser ab. Unsere Untersuchungen beweisen, dass sich Mikroben, wie Parasiten im Trinkwasser befinden.

Die Untersuchung ist hier abrufbar:

Der Biofilm im Darm wird ausschließlich von pathogenen Erregern gebildet [13]:
Darmwürmern (z.B. Seilwürmer, Spulwürmer, Hakenwürmer)
Einzelligen Darmparasiten (z.B. Giardia lamblia, Kryptosporidien, Entamoeba histolytica)
Pathogenen Pilze und Hefen (z.B. Candida albicans, Geotrichum, Rhodotorula)
„Schlechten“ Darmbakterien (z.B. Escherichia coli V.L-n, Klebsiella, Proteus)
Viren (z.B. Algen-Gigavirus, Tabakmosaikvirus)

Biofilm unter dem Mikroskop

Die Mikroben sezernieren zähen Schleim [14] und leben in dieser Masse zusammen im Konglomerat. Die Schleimschicht ist fest mit der Darmwand verbunden. So ist für die Erreger sichergestellt, dass sie nicht aus dem Darm gespült oder über den Stuhl ausgeschieden werden [15].

Die umhüllende Schleimschicht schützt die Pathogene außerdem vor jeglichen Negativeinflüssen, wie z.B. Arzneimitteln, Medikamenten und Angriffen des Immunsystems.

Der Biofilm ist für Wirkstoffe und Immunzellen absolut undurchdringbar [16].

Biofilm ist „biologisch-toxischer Schleim“

Des Weiteren legen Parasiten ihre Eier in der Schleimschicht ab. Dort können sich die Eier und Larven vollkommen geschützt entwickeln und wachsen [17].

Aus diesem Absatz sollte klar hervorgegangen sein, dass jeglicher Versuch Parasiten, Pilze oder „negative“ Bakterien aus dem Darm zu entfernen misslingt, wenn zuvor der Biofilm nicht entfernt wurde. Die Erfahrungen in unserem Verein bestätigen das.

Was macht den Biofilm so gefährlich?

Da er pathogenen Erregern Schutz bietet, liegt es auf der Hand, dass der mikrobielle Film der Gesundheit unzuträglich ist. Es gibt darüber hinaus jedoch weitere Mechanismen mit pathogenem Potenzial:

Das Wissenschaftsmagazin Spektrum vergleicht das pathogene Potenzial des „toxischen Schleims“ sogar mit Krebs

Vergiftung

Schleimausscheidungen von Parasiten sind hochgradig giftig. Mehr erfahren
Die Schleimschicht sondert dauerhaft Toxine in den Darm ab [18]. Und dieser ist dazu konzipiert rezeptiv zu sein, nimmt die Giftstoffe also auf [19] und leitet sie in den Blutkreislauf über. Auf diese Weise vergiftet der Biofilm nicht nur den Darm, sondern den gesamten Organismus. Die Biofilm-Toxine im Darm schädigen die Darmwand, was in einem Leaky Gut-Syndrom resultieren kann [20]. Dieses Krankheitsbild beschreibt, dass die Darmwand durchlässig für größere Molekülverbindungen wird. So können Bakterien und Parasiten aus dem Darm, in den Blutkreislauf gelangen und weitere Organe besiedeln [21]. Außerdem können unverdaute Proteine ins Blut gelangen. Dies kann u.a. Allergien und Autoimmunerkrankungen auslösen [22].

Nährstoffmangel

Da die Schleimschicht eine undurchdringbare Barriere im Darm bildet, können auch Nährstoffe diese nicht passieren [23]. Nur an den Stellen im Darm, die nicht mit dem Biofilm überzogen sind, können noch Vitalstoffe vom Darm aufgenommen werden.

Darmwand trocknet aus

Die Schleimhäute des Körpers sind im gesunden Zustand angefeuchtet. So auch die Darmwand. Die mikrobielle Schleimschicht lässt allerdings keine Feuchtigkeit hindurch und so kann die Darmwand austrocknen [24]. Dies kann zu Entzündungen des Darms führen und sogar in eine entzündliche Darmerkrankung münden [25]. Außerdem kann es zu Rissen der Darmwand und damit zu Mikroblutungen kommen [26].

Trockene Schleimhaut kann reißen

Darmfehlsymbiose

Dadurch, dass Parasiten und negative Darmbakterien im Biofilm hervorragend überleben und gedeihen können, entwickeln sie eine gewaltige Population. Durch den „Vorteil“ des Biofilms, entwickeln die pathogenen Erreger gegenüber den „guten“ Bakterien im Darm eine Überzahl. Zum Leidwesen der für die Darmgesundheit so wichtigen positiven Darmbakterien, welche von „schlechten“ Darmbakterien und Parasiten gefressen werden [27]. So kann eine Darmfehlsymbiose entstehen, die mit vielen Krankheiten korreliert [28].

Die im Biofilm geschützt lebenden Parasiten können massive Gesundheitsschäden verursachen. Mehr dazu in unserem Fachartikel „Parasiten – Die Symptome beim Menschen“:

Den Biofilm im Darm entfernen

Aus dem Gesamtzusammenhang wird ersichtlich, dass die Entfernung von toxischem Schleim aus dem Darm sich sowohl präventiv als auch akut, positiv auf die Gesundheit auswirken kann.

Zahnärzte, Schwimmbadbetreiber und Medizintechniker werden bestätigen, dass es kein leichtes Unterfangen ist, Biofilm von Oberflächen zu entfernen. Die Natur der zähen Masse ist gerade, dass sie nicht leicht aufzulösen ist.

Ausgeschiedene Schleimschläuche: oftmals meterlang

Hinzu kommt, dass ein erfolgreiches Lösen des Biofilms aus dem Darm keinen Nutzen hat, wenn die pathogenen Erreger nicht eliminiert werden. Denn diese würden innerhalb von kürzester Zeit eine neue Schleimschicht bilden.

Als sinnvolle Vorgehensweise hat sich etabliert, zusätzlich zur Entfernung des Biofilms eine Parasitenkur durchzuführen. Es ist darauf zu achten, dass die Kur auch alle anderen Pathogene, wie Pilze, Bakterien und Viren auszuleiten vermag.

Wie so eine Parasitenkur aussehen kann, haben wir in einem Fachartikel ausführlich beschrieben:

Des Weiteren empfehlen wir, nach dem Entfernen des Biofilms und der pathogenen Erreger eine Darmsanierung durchzuführen. Denn:

In einem gesunden Darm kann sich kein Biofilm bilden.

Unseren Untersuchungen zur Folge, sind zwei Methoden geeignet, um Biofilm im Darm loszuwerden:

1. Darm Detox Biofilm-Kur von Vitamunda

Die Darm-Detox-Kur ist eine zuverlässige Methode, den Darm von Biofilm zu befreien. Die Kur ist einzigartig, da ein patentiertes Verfahren zum Einsatz kommt, bei welchem Okrapulver und Ölpalmfaserpulver zum Einsatz kommen. Die Ölpalmfasern dringen in die zähe Masse ein und lösen sie. Das Ausscheiden des Biofilms aus dem Darm erfolgt in der Regel bereits nach 1 bis 2 Tagen.

Unserer Erfahrung nach, muss die Darm Detox-Kur über 6 bis 9 Tage durchgeführt werden, je nach Menge des Biofilms. Wir empfehlen die Kur so lange durchzuführen, bis keine Biofilmschläuche mehr ausgeschieden werden. Dies dauert erfahrungsgemäß mindestens 6 und maximal 9 Tage.

Die Kosten belaufen sich auf 297 bis 445 Euro für die gesamte Kur. Die Durchführung ist denkbar einfach: Es werden mehrfach am Tag Pulver mit Wasser eingenommen. Laut Vitamunda darf im Kurzeitraum nicht gegessen werden.

Als negative Rückmeldung erhielten wir, dass viele Anwender die Kur nicht durchhielten. Entweder weil der Hunger nicht toleriert werden konnte, die Kur den Durchführenden zu sehr geschwächt hat oder weil der Geschmack, bzw. die Konsistenz des Pulvers den Anwender zum Abbrechen veranlasste.

2. Auflösen des Biofilms mit Bakterien

Wir haben positive Erfahrungen damit gemacht, den Biofilm im Darm mit einem einfachen Hausmittel zu entfernen: Bakterien. Aktuelle Studien weisen nach, dass die richtige Bakterienkombination dazu in der Lage sein kann, die Schleimschicht nach und nach abzubauen [29].

Beachtet werden sollte, dass eine Biofilmbehandlung mit Bakterien nur funktioniert, wenn der Darm frei von Parasiten ist. Denn Würmer würden die probiotischen Bakterien auffressen, bevor sie ihrer Arbeit nachgehen könnten.

Um eine Einschätzung zu erhalten, ob ein Befall mit Darmparasiten vorliegt, bietet der gemeinnützige Schweizer Verein Parasitenfrei einen kostenfreien Parasitentest an. Es handelt sich um einen von Medizinern entwickelten Fragebogen, der eine zuverlässige Einschätzung in nur wenigen Minuten liefert.

Sollte ein Befall vorliegen, empfehlen wir im Verein die Einnahme der Bakterien mit einer Parasitenkur zu kombinieren.

1.

Michel Vert, Yoshiharu Doi, Karl-Heinz Hellwich, Michael Hess, Philip Hodge, Przemyslaw Kubisa, Marguerite Rinaudo, François Schué: Terminology for biorelated polymers and applications (IUPAC Recommendations 2012). In: Pure and Applied Chemistry. 84, Nr. 2, 2012

2.

Karl Höll: Wasser.

3.

Sebastian Jutzi: Der bewohnte Mensch: Darm, Haut, Psyche – Besser leben mit Mikroben, 2014

4.

Michel Vert, Yoshiharu Doi, Karl-Heinz Hellwich, Michael Hess, Philip Hodge, Przemyslaw Kubisa, Marguerite Rinaudo, François Schué: Terminology for biorelated polymers and applications (IUPAC Recommendations 2012). In: Pure and Applied Chemistry. 84, Nr. 2, 2012

5.

Luanne Hall-Stoodley, J. William Costerton u. a.: Bacterial biofilms: from the natural environment to infectious diseases. In: Nature Reviews Microbiology. Bd. 2, Nr. 2, 2004

6.

Georg Fuchs, Hans Günter Schlegel, Thomas Eitinger: Allgemeine Mikrobiologie. 9., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. 2014

7.

scinexx: Gemeinsam sind sie stark

8.

W. C. Fuqua, S. C. Winans, E. P. Greenberg: Quorum sensing in bacteria: the LuxR-LuxI family of cell density-responsive transcriptional regulators. In: Journal of bacteriology. Band 176, Nummer 2, Januar 1994

9.

scinexx: Gemeinsam sind sie stark

10.

scinexx: Gemeinsam sind sie stark

11.

Journal of clinical & diagnostic research: Study of Biofilm in Bacteria from Water Pipelines

12.

WELT Online: Leitungswasser mit gefährlichen Keimen belastet

13.

Anna Dongari-Bagtzoglou: Pathogenesis of mucosal biofilm infections: challenges and progress

14.

https://www.volkskrankheit-parasiten.org/#table_contents131

15.

Virulence: Strategies for combating bacterial biofilms: A focus on anti-biofilm agents and their mechanisms of action, 2017

16.

Eukaryotic cell: Candida albicans forms a specialized „sexual“ as well as „pathogenic“ biofilm.

17.

Scientific reports: Mechanism of biofilm-mediated stress resistance and lifespan extension in C. Elegans, 2017

18.

Spektrum: Biofilme – tödlich wie Krebs

19.

Joseph Pizzorno, ND: Toxins From the Gut, 2014

20.

Dr. Charles A Lewis MD: Enteroimmunology: A Guide to Prevention and Treatment of Chronic Disease, 2013

21.

journal of equine veterinary science: Alterations in Intestinal Permeability: The Role of the “Leaky Gut” in Health and Disease, 2017

22.

journal of equine veterinary science: Alterations in Intestinal Permeability: The Role of the “Leaky Gut” in Health and Disease, 2017

23.

Biofouling: Nutrients determine the spatial architecture of Paracoccus sp. Biofilm., 2010

24.

Uwe Karstädt: Instestinal Detox and Meal Repleacement

25.

Microbial Pathogenesis: Gut biofilm forming bacteria in inflammatory bowel disease, 2017

26.

Uwe Karstädt: Instestinal Detox and Meal Repleacement

27.

Frontiers in cellular and infection microbiology: Interactions between parasites and microbial communities in the human gut, 2012

28.

Advanced immunology: Host–Bacterial Symbiosis in Health and Disease, 2010

29.

Virulence: Strategies for combating bacterial biofilms: A focus on anti-biofilm agents and their mechanisms of action

9 Bemerkungen

  1. Samira A. Rahimi

    05.03.2020 beim 11:37 pm

    Ich bin mit einer Parasitenkur (Parasite Ex) etwa 5kg puren Schleim losgeworden. Das Zeug hat unglaublich gestunken. Also Leute!!! Biofilm ist eine echte Gefahr!!! Ich kann nur empfehlen zu versuchen das Zeug loszuwerden.

    Antworten
    • Natascha

      22.03.2020 beim 5:45 pm

      Welche Bakterien meinst Du, die auch den Biofilm löst?

      Antworten
  2. Zoe M.

    07.03.2020 beim 7:41 pm

    Durch den Artikel: „PARASITENKUR: DER ULTIMATIVE GUIDE“ habe ich die richtige Parasitenkur für mich gefunden. Gleichzeitig bin ich auch meinen Biofilm losgeworden. Erschreckend wie viel ich davon hatte.
    Danke!

    Antworten
  3. Adian Furat

    08.03.2020 beim 2:44 pm

    Ich danke euch! Hab gestern mehrere Kilo Schleim ausgeschieden und fühle mich wie neu geboren!!! Wichtiges Thema! Ihr seit einfach die Besten!!

    Antworten
  4. Rene Kunze

    15.03.2020 beim 2:57 am

    Wie krass ist das bitte?!

    Antworten
  5. Ruth Rother

    16.03.2020 beim 12:08 pm

    Ich habe diese Darmdetoxkur selber ausprobieren, kann sie auch grundsätzlich empfehlen. Sie hat mir bei einigen Dingen schon sehr weitergeholfen, aber ich bin doch froh, dass es mittlerweile bessere Alternativen gibt!

    Antworten
    • Alexander Wolf

      22.03.2020 beim 8:51 pm

      Hallo Ruth,

      Welche wären das bitte?
      Vielen Dank im Voraus und Liebe Grüße

      Antworten
  6. Konstantin Moser

    20.03.2020 beim 3:38 am

    Endlich mal ein guter Artikel zum Thema. Danke!

    Antworten
  7. Anonym

    31.03.2020 beim 5:22 pm

    Ich konnte den Biofilm im Darm mit Vitamunda loswerden 😀

    Antworten

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